Samstag, 29. Oktober 2016

Workshop zu Johannes1


Unser Treffen ist schon ein wenig her, und meine Erfahrung ist nicht mehr ganz so frisch. 
Am stärksten ist mir in Erinnerung, wie erfüllend ich die Treffen mit diesem "Trüppchen" empfinde. Und wie schön ich es finde, dass durch das BAJ eine Gruppe von Menschen zusammen gefunden hat.
Die Treffen bieten (so glaube ich ) jedem Einzelnen der Teilnehmer einen Raum, in dem ganz persönliche Dinge wie Glaube, Spiritualität und Erfahrungen, einen wertschätzenden und sicheren Platz finden.

Das erfüllt mich mit unsagbarer DANKBARKEIT.

Ich wünsche mir, dass es immer mehr Gelegenheiten in dieser Welt gibt, an denen solche Oasen entstehen - auf die verschiedensten Art und Weisen.  Ich bin nämlich der Auffassung, wenn wir unser "Behältnis" reich anfüllen, so dass wir "überquellen", können wir mit dieser Fülle in die Welt gehen und sie an andere Menschen verschenken.

Aus der Fülle zu verschenken, erachte ich es als sehr wichtig. Mein Leben hat mich gelehrt, ein Geben aus der "Dürre" führt allzu schnell ins Burnout. Diese Lektion zu lernen, ist für mich nicht ganz einfach gewesen. Eigentlich kann ich auch nicht behaupten, dass ich da fertig gelernt hätte.;) Immer noch stehe ich mit mir selbst auf  "Kriegsfuß", wenn meine Energien und Kräfte nicht ausreichen für das, was ich eigentlich tun möchte. Oder noch schlimmer, wenn sie nicht ausreichen für das, was eventuell erwartet wird oder der Anstand gebietet.

Daher meine feste Überzeugung: Sorge gut für dich selbst.
Nehme Gelegenheiten wahr oder erschaffe welche, die dich anfüllen/erfüllen.

Das mag sich im ersten Moment egoistisch anhören. Ich glaube aber, dass es für die Welt Frieden bringt, wenn erstens, die Menschen gut für sich sorgen und zweitens, möglichst viele erfüllte Menschen denen zu Seite stehen können, die gerade eine Dürre durchleben.

Und bitte, wie dankbar darf man sein für die Fülle in der wir hier Leben!? Wenn ich an Aleppo oder andere Kriegsorte denke, frage ich mich, wie ich dort wohl meine jetzige Überzeugung leben würde oder ob ich es überhaupt könnte. Wäre es die Liebe, die einem helfen könnte? Was würde ich alles tun, um zu überleben? Was für meine Liebsten? Ich wage es nicht, darüber eine Prognose abzugeben.

Immer wenn ich mir die Zeit nehme, darüber nachzudenken, macht es mich fassungslos und traurig.
Und noch einmal mehr fühle ich mich bestätigt: Wir haben verdammt nochmal die PFLICHT diese Fülle, in der wir hier leben, auch zu nutzen! Damit gut, für uns und somit auch für andere, sorgen zu können.

Mir fällt es gar nicht so leicht, jetzt umzuschwenken auf einen Bericht von unserem BAJ Treffen.
In solchen Momenten hilft mir ein Gebet.
Vielleicht mögt ihr euch auch einen Moment Zeit nehmen.


                                         
Dann möchte ich nun auf die Stelle Johannes 1,1-18 kommen, mit der wir uns in unserem Treffen beschäftigt haben.
Damit ihr euch in den Text einlesen könnt, hier die Bibelstelle

Mich hat Vers 4 am stärksten angesprochen.
"In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen."



Es ist der Situation, in der das Bild entstanden ist, geschuldet, dass dort Wörtchen und nicht ein respektvolles Wort steht. Mir schien es als passend dadurch eine gewisse Art von "Verbohrtheit" bis hin zum Fanatismus im Umgang mit den heiligen Worten darzustellen, bzw auch  leicht provokant zu hinterfragen. Egal ob Koran, Bibel, Thora... oder andere.
Es gibt durchaus Stellen in der Bibel bei denen ich nicht bereit bin wörtlich zu folgen. Es gibt für mich einigermaßen klare Grenzen an Geboten/Gesetzen, die mir eine hl. Schrift vorschreiben kann. 

Wenn mich mein Glaube dazu anhält, andere Menschen als minderwertig oder gar vernichtungswürdig für "die eine gute Sache" zu sehen, möchte ich diesen Glauben ablegen können. 
Ich zähle mich dann gerne zu den "Kleingläubigen und Gotteslästerern" und gebe meinen Glauben auf. Eine gewisse Lebendigkeit und sogar eine gewisse Verspieltheit mit dem Wort Gottes umzugehen, halte ich für wertvoll. Damit meine ich ausdrücklich nicht respektlos! Und einen wissenschaftlichen oder einen durch Institutionen vorgegebenen Umgang, halte ich dabei auch nicht für schlecht. Ich denke, da kann der Eine vom Anderen ganz gut profitieren. Ich sehe das mehr als ein miteinander, als Bereicherung. 

Nun denn,soviel zum "Wort"!

Weiter geht es mit dem "Licht"!

Nach meiner Auffassung, gibt es das Geschenk für uns, von Gottes  Wort/Lehre/ Licht entzündet zu werden und leben zu dürfen. Brennen zu können.
Schaut euch die Menschen an, und ich versinke in Ehrfurcht,  wie vielfältig und wunderbar dies geschieht.  
Ich muss lachen, denn hier im Bild hab ich versucht, es in jämmerlichen 7 Färbchen darzustellen. Egal, ist ja in meiner Bibel und ich weiß ja, was ich damit meine. 

Die Kerze soll uns als Mensch darstellen, vergänglich, entzündbar und auch formbar. 

Als ich mich dem Text befasst habe, schien es mir wichtig noch eine Form von Halt darzustellen.
Mir gibt Gottes Gebot, sein Wort, seine Lehre definitiv einen Halt. Er nährt mich. Hin und wieder entflamme ich dann auch mal für Etwas. Manchmal brenne ich auch. Mal länger mal kürzer und 
Gottseidank ist es bei manchem auch eine stetige Glut. :)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende,
Lasst euch entzünden, erfüllen, begeistern und verschenkt euch aus der Fülle heraus. Genießt das Leben!

LG Sylvia

Im Folgenden seht ihr die Bilder, die von meinen lieben "Mitjournalerinnen" zu der Stelle gemacht wurden. Vielleicht folgt noch der ein oder andere Text, den sie zu ihrem Bild verfassen. Diese werde ich dann noch nachtragen.